Die Pille danach

by Alexander
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Armer Josef. Gott nachzufolgen war ein schwerer Akt.

Schwierige Zeiten für den kleinen Jesus

Katholische Kliniken dürfen künftig vergewaltigten Frauen die „Pille danach“ verschreiben. Das hat die Deutsche Bischofskonferenz in Trier entschieden.

Für die heilige Jungfrau Maria kommt diese Entscheidung jedoch über 2000 Jahre zu spät. Denn wäre die „Pille danach“ damals schon erlaubt gewesen, hätte sie sich eine ungewollte Schwangerschaft und den damit verbundenen Ärger ersparen können. Immerhin war Maria bereits in einer festen Beziehung mit Josef von Nazaret gewesen. Lange hatte er Maria angebaggert, ohne zum Schuss zu kommen. Und dann wurde sie plötzlich schwanger vom „heiligen Geist“… Heute wäre der Hersteller eines alkoholischen Getränks verpflichtet, auf solche Nebenwirkung hinweisen!

Der Gang zum Familiengericht zwecks Klage auf Kindesunterhalt hätte Josef auch nichts genützt, denn die Rechtsanwälte Matthäus und Lukas hatten ihn gezwungen, Maria zu ehelichen. Und abgesehen davon: Welcher Richter stand dem Obersten Gericht vor? Na??

Immerhin waren damals Vaterschaftstests gegen den Willen der Mutter noch nicht verboten – leider aber auch noch nicht erfunden. So hatten Frauen damals keine andere Möglichkeit, als das Kind zu bekommen. Obwohl man heute noch immer von Pontius zu Pilatus laufen muss, um eine postnatale Abtreibung durchführen zu lassen, sind im Zuge der heutigen Aufklärung und Selbstbestimmung von Frauen derlei „frohe Botschaften“ und Schwängerungen ohne Absprache zum Glück rechtzeitig reversibel.

Und Historiker sind sich einig: Hätte es die Möglichkeit, die „Pille danach“ zu nehmen, tatsächlich bereits kurz vor Christi Geburt gegeben, dann würden heutzutage wohl keine zölibatär lebenden alten Männer in bunten Kostümen darüber entscheiden, was eine Frau nach einer Vergewaltigung zu tun oder zu lassen hat. Obwohl: Diese angeblich zölibatär lebenden alten Männer kennen sich doch mit Missbrauch bestens aus!

Leider gab es damals auch noch nicht die Möglichkeit, Jesus in ein katholisches Kinderheim abzugeben. Und vielleicht ist es auch besser so, denn wer weiß, was dort aus ihm geworden wäre…

Foto: Spiegel

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