Regenzeit in Thailand

by Alexander
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„Regenzeit“ – das hört sich gar nicht gut an.

Und genau das ist vermutlich der große Vorteil der Zeit zwischen Juni und Oktober. Weil das Wort viele Touris abschreckt, sind auch weniger als sonst im Land. Alles ist weniger überlaufen und preiswerter als sonst.

Schwere Tropenschauer gehen zwar fast täglich runter und das Wasser steht auch schon mal 50 cm oder mehr in den Straßen. Aber es gibt jedoch nur selten Dauerregen. Meist nachmittags oder abends für zwei bis drei Stunden. Der Rest des Tages ist sonnig bis heiter. Zudem ist es grüner und landschaftlich schöner als sonst. Das einzige was mir zu schaffen sind 40 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit – der Killer !!! Ich sach nur „Schnappatmung“ 🙂

Der durchschnittliche Verlauf der Regenzeit ist regional unterschiedlich. In Bangkok, Nord- und Zentralthailand fällt der meiste Niederschlag im September, während es im Südosten im Dezember und im Südwesten im März und September den meisten Regen gibt. Wer in der Regenzeit nach Thailand will, sollte flexibel sein. Während es an einem Ort zu viel regnet, kann es woanders trocken sein.

Baktierenverseuchte Drecksbrühe

Plastikcape haben wir ohnehin immer im Bike dabei. Denn wenn es losgeht, dann meist richtig. Und warm ist er, der Regen. An heißen Tagen können selbst Mopedtouren im Regen höchst vergnüglich sein. Nur bitte nicht in der Stadt, denn die Brühe, die da durch die Straßen rauscht, ist schon ziemlich dreckig und oft mit Müll durchsetzt. Dazu kommt Hundekot und alles was sich so in der Kanalisation angesammelt hat.

Da passiert es leicht mal, das ein vorbeifahrendes Auto einen von oben bis unten einsaut. Außerdem schießt das Wasser auch gerne mal aus den kreisrunden Öffnungen der Kanaldeckel und der ganze Siff der Abwasserversorgung wird mit Hochdruck an die Oberfläche gespült. Die meisten Moped saufen übrigens bei rund 50cm Wassertiefe ab (Erfahrungswert!). Da heißt es dann absteigen und durch die Brühe bis zu einem sicheren Abstellplatz waten. Meist ist man nicht der einzige und der Abstellplatz nicht in unmittelbarer Nähe. Glücklich, wenn man mit der Strömung läuft. Mopeds saufen zwar leichter ab , aber ich sehe auch immer wieder Autos, die mit Warnblinker liegengeblieben sind.

Abgesoffen mit Folgen

Unangenehm sind die die SUVs, die meist bei Hochwasser durchkommen und dann eine riesige Bugwelle vor sich herschieben, die dann alles am Straßenrand umwirft und wegspült, was bis dahin noch nicht im Wasser lag. Wenn der Regen weniger wird, ist der Spuk meist nach ein paar Stunden vorbei und die Straßen wieder weitestgehend befahrbar. An manchen Tagen kann es aber auch den ganzen Tag und die ganze Nacht dauern bis der Regen abgeflossen ist.

Heute war mal wieder so ein Tag und zwei Fotos gibts auch dazu.

Am nächsten Tag haben wir festgestellt, dass der andere Schatz das iPad unter dem Sitz in der Helmablage des „Motocy“ (so heißen die Roller hier) vergessen hatte. Leider ist das Motocy komplett in den Fluten abgesoffen und wir mussten es irgendwo stehen lassen um zu Fuß durch durch Brühe zum Hotel waten. Am nächsten Tag haben wir den Roller abgeholt, den Sitz aufgeklappt und das iPad aus der noch immer gefluteten Helmablage gezogen. Da war nix mehr zu retten – kompletter Wasserschaden.

Merke: iPad nicht in die Helmablage bei Tsunami oder starken Regenfällen. 🙁

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